Mittwoch, 11. Februar 2009

Kultur im Pleißestädtchen: Ralph von Rauchhaupt und die Kultur in Markkleeberg

Das Seenstädtchen Markkleeberg im Süden von Leipzig ist nicht nur grün, grenzidyllisch und mittlerweile auch nah am Wasser gebaut. Mit seinen Lindensälen, dem ehemaligen Landwirtschaftsmuseum, dem Westphalschen Haus sowie seinen Musikpartnern Rundfunkblasorchester und Westsächsische Symphoniker kommt es auch kulturell nicht unbedingt in einer Armenhausvariante daher.

Ein kommunaler Reichtum, der verwaltet werden muss. Erledigt wird das im Technischen Rathaus in Markkleeberg-Mitte. Hier steht der Schreibtisch des Referatsleiters für Kultur und Erholung und der hat vor rund einem Jahr mit Ralph von Rauchhaupt einen neuen Inhaber bekommen.

Bernd Reiher hat den studierten Archäologen im Februar 2009 getroffen. Es ging nicht nur um einen Rückblick auf sein erstes Jahr im Amt und aktuelle Projekte, sondern auch um Kino in Markkleeberg, das Landwirtschaftsmuseum und ein Sommernachtskonzert im Kanupark.

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Samstag, 7. Februar 2009

Handicap mit Kraftwerksblick: Ökolöwe und Golfhotelträume

Der Cospudener See ist angeblich als Standort für einen neuen Golfplatz samt Hotelkomplex im Gespräch. Das zumindest konnte lesen, wer sich am 29. Januar für die Lektüre der Umland-Seiten der Leipziger Volkszeitung entschied.Der Cospudener See ist angeblich als Standort für einen neuen Golfplatz samt Hotelkomplex im Gespräch. Das zumindest konnte lesen, wer sich am 29. Januar für die Lektüre der Umland-Seiten der Leipziger Volkszeitung entschied.

Zwar scheint das Projekt noch auf eher tönernen Füßen zu stehen. Trotzdem regt sich schon jetzt einiger Protest. Er kommt vor allem von den Leipziger Naturschutzverbänden Ökolöwe und NaBu. Sie stören sich u.a. daran, dass damit erneut erfolgreiche Wiederaufforstungsmaßnahmen in Frage gestellt werden, zumal es an der Ostseite des Cospudener Sees schon einen Golfplatz gibt.

Über die Hintergründe und warum der Cospudener See einen zweiten Golfplatz nicht braucht, darüber sprachen wir am 5. Februar mit Philipp Steuer vom Leipziger Ökolöwen e.V.

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Mittwoch, 28. Januar 2009

Elsterstausee: Ingo Sasama zur Idee des William Grosser

Der Leipziger Die-Linke-Stadtrat William Grosser hat Ende 2008 ein Konzept zur Einbindung des Elsterstausees ins Gewässersystem des Leipziger Neuseenlandes vorgelegt. Die Idee ist nicht von Pappe. Einmal umgesetzt würden nicht nur der Elsterstausee, sondern auch der südliche Leipziger Auewald und sogar das Leipziger Neuseenland selbst profitieren.

Gute Idee, das findet auch Ingo Sasama. Er ist Stadtrat für B90/Die Grünen und gleichzeitig Vorstandsmitglied des Fördervereines Elsterstausee. Er sieht aber auch ein Problem bei der Finanzierung dieses Unterfangens.

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Mittwoch, 21. Januar 2009

"Komm her und segele": Markkleeberger Seen-Betreiber im Gespräch

"Komm her und segele" - so lautet ein Motto der Bewirtschafter des Markkleeberger Sees im Leipziger Neuseenland. Er wurde im Jahr 2006 eröffnet und hat sich seitdem nicht nur als jüngstes Gewässer im Neuseenland sondern auch als Sportsee einen Namen gemacht. Nächste Schritte in seiner Entwicklung sollen die weitere Planung des Hafens, mehr Serviceeinrichtungen sowie der Bau der Schleuse zum Störmthaler See sein.


Der Markkleeberger See Anfang 2009: Vorbote der Schleuse und das
neue Strandcafé bei Nacht. Fotos: Bernd Reiher


Wie die Fortschritte aus der Sicht der Seenverwalter aussehen, wie sie die vergangene Saison 2008 einschätzen und was bei der weiteren Entwicklung wann genau geschehen soll, darüber sprach Bernd Reiher mit Claus Mann und Bernd Walther von der Betreiberfirma EGW Wachau.

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Sonntag, 11. Januar 2009

Karl Heyde und der "Klub der Argonauten"

Von der Elster bis zur Alster, das ist eine kühne Idee, die schon länger in den Leipzigern gärt. Lange wurde nur davon geträumt, jetzt werden mit dem Neuanlauf für den Durchstich vom Lindenauer Hafen zum Karl-Heine-Kanal Nägel mit Köpfen gemacht. Mit dessen Fertigstellung wäre die Verbindung zwar immer noch nicht perfekt. Auch danach wird es an der nötigen Verbindung zwischen Lindenauer Hafen und Elster-Saale-Kanal mangeln. Gerade dieser Knotenpunkt bereitet manchem Naturschützer aber noch einige Bedenken.

Einer davon ist Karl Heyde vom Leipziger NaBu. Ihn stört die mögliche Vermischung des nährstoffreichen Wassers der Stadtgewässer mit dem jetzt noch sauberen des Elster-Saale-Kanales. Ihn hatten wir im Sommer anlässlich der Vorgänge beim Leipziger Wasserfest gesprochen.

Seine Gedanken und Worte zum "Club der Argonauten" galten und gelten den weniger schillernden Seiten des ehrgeizigen Projektes. Vom "Club der Argonauten" war zwar seit dem Sommer nicht mehr viel zu hören. Trotzdem bleiben mit der Idee auch Heydes Gedanken weiter aktuell.

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Dienstag, 23. Dezember 2008

Neue Zukunftsvariante für den Elsterstausee: Stadtrat Grosser und ein neues Konzept

Für die Rettung des Elsterstausees im Leipziger Südwesten ist eine neue Lösungsvariante aufgetaucht. Formuliert wurde sie vom Leipziger Stadtrat William Grosser von Die Linke. Er schlägt vor, das Gewässer als Speicherbecken für die kühnen Vorhaben des Wassertouristischen Nutzungskonzeptes der Messestadt zu nutzen. Das hängt nämlich mit dem Floßgraben an einem seidenen Faden, da der als einzige Wasserverbindung zwischen Stadtgewässern und Neuseenland für Bootsverkehr mitunter zuwenig Wasser führt.

Könnte wieder neue Funktionen bekommen: Elsterstausee.
Mittlerweile komplett trocken gelegt: der Elsterstausee. Foto: Bernd Reiher

Ein Umstand, der sich gerade in den Sommermonaten häuft. Jener Zeit, in der mit besonders hohem Touristenaufkommen wegen des Leipziger Gewässersystemes zu rechnen ist, und der Bach besonders für den Bootsverkehr benötigt wird.

Stadtrat Grosser schlägt jetzt vor, Wasser aus der Weißen Elster hinzuzugeben. Das an sich ist nichts Neues, nur reichen die bei der bisherigen Variante geförderten Wassermengen nicht aus, um auch in trockenen Zeiten eine Schiffbarkeit des Floßgrabens zu garantieren. Grosser setzt genau an diesem Punkt an. Er will den Elsterstausee als Speicher zwischenschalten, um auch in schlechten Zeiten auf ein Wassereservoir für ausreichende Pegelstände zurückgreifen zu können. Nötig wären nur eine Anbindung des Elsterstausees an die Weiße Elster und ein Kanal, der in Richtung Floßgraben führt.

Nebenbei könnte dabei auch die Hartmannschlenke mit neuem Wasser versorgt werden und die Leute aus der Stadtverwaltung müssten nicht mehr fürchten, dass sie wegen deren Zerstörung auf Kollisionskurs mit geltendem EU-Recht sind. Wir erinnern: das Weichholzbiotop Hartmannschlenke ist als so genannter FFH-Raum gesetzlich geschützt. Diverse Eingriffe in den Wasserhaushalt haben aber dafür gesorgt, dass sie seit einigen Jahren großteils trocken gelegt ist. Ein Umstand, der einige Leipziger momentan auf eine Kontaktaufnahme mit den Brüsseler Gesetzteshütern schielen lässt.

Mit seinem Vorschlag hat Stadtrat William Grosser von Die Linke jetzt so etwas Ähnliches wie eine Win-Win-Win-Situation aus dem Ärmel gezaubert. Was dabei genau passieren soll, das erklärte er am 22. Dezember am Radio-Neuseenland-Mikrofon.

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Mittwoch, 10. Dezember 2008

Elsterstausee und Förderverein: Gespräch mit Ingo Sasama

Wasserverlust, Vereinsauflösung, vertagte Fördermittel - schlechte Nachrichten gab es für den Elsterstausee im Jahr 2008 genug. Eine der wenigen Hoffnung spendenden hieß "Gründung Förderverein". Sie ging am 25. November im Knauthainer Schloss über die Bühne.

Einer der Vorstände heißt Ingo Sasama. Er sprach am Radio-Neuseenland-Mikrofon über die aktuelle Situation, das Problem mit Henne und Ei in Sachen Fördermittel, die Ziele des Fördervereines und die mögliche Zukunft des Elsterstausees. Länge: ca. 9 Minuten.

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