Freitag, 4. September 2009

Freie Fahrt gen Süden: Ende der Bauarbeiten an der Flossgraben-Brücke in Sicht

(Archiv_04_09_br) Die neue S46-Brücke am Markkleeberger West-Ende ist fertig. Das Bauwerk überquert den Flossgraben in Höhe des Waldbades Lauer. Das einst hier endende und verrohrte Rinnsal ist jetzt wieder geöffnet. Eine freie Fahrt von den Stadtgewässern über die Lauer zum Cospudener See scheint ab sofort möglich.



Das Bauwerk am Ziegeleiweg soll nach früheren Angaben eine lichte Weite von 7,60 Meter haben. Der Flossgraben scheint an dieser Stelle verbreitert worden zu sein. Breite jetzt: 3,50 Meter.

Spannend bleibt, wann das LeipzigBoot zum ersten Mal hier ankommen wird. Noch hat es keine Probefahrt mit der Leipziger Eigenentwicklung auf dem Flossgraben gegeben. Die Organisatoren verweisen auf die Fertigstellung der Connewitzer Schleuse. Bislang habe es keine geeignete Slipmöglichkeit gegeben, die man hätte nutzen können, ohne den Auenbereich zu verletzen.

Endspurt bei der nächsten Grube: 80 Prozent beim Zwenkauer See

(Archiv_04_09_br) Der Zwenkauer See hat einen Wasserstand von 94 Metern erreicht. Damit fehlen nur noch 19,5 Meter bis zur Endmarke von 113,5 Metern. Schätzungen, wann die erreicht sein soll, reichen von 2010 bis 2014. Mit dem Ende der Flutung wird der Zwenkauer See das größte Gewässer des Leipziger Neuseenlandes sein.

Donnerstag, 3. September 2009

Der Markkleeberger See und der Segelsport: Neue Steganlage an der Seepromenade

(Archiv_03_09_br) Es war im Sommer, als die MS Solaria für einige Wochen auf ihre Anlegestelle an der Seepromenade des Markkleeberger Sees verzichten musste. Grund waren Bauarbeiten unterhalb der Seepromenade in Höhe des Strandcafés. Hier gibt es schon seit Gewässerfreigabe im Jahr 2006 einen kleinen Steg. Er ist jetzt erweitert worden. Dient mittlerweile nicht mehr nur als Anlegestelle für die Schifffahrt. Er beherbergt jetzt auch die ersten Privatliegeplätze für Segler am Markkleeberger See.



Ein Wellenbrechersteg ist es, der bei den Bauarbeiten auf eine Länge von rund 30 Metern angewachsen ist. Das schwimmende Bauwerk kann jetzt bis zu 20 Booten eine Heimat geben. Auch für die Anlagen im Umfeld wurde gesorgt. „Die notwendigen Sanitäreinrichtungen (WC/Dusche) sind mittlerweile fertiggestellt“, so Claus Mann vom Seenbetreiber EGW dazu. Einige Kleinigkeiten fehlen noch. Stromversorgung gibt es am Anleger zum Beispiel noch nicht. Das soll aber in den nächsten Monaten folgen.

„Zur Saisoneröffnung im Jahre 2010 soll die vollständige Nutzung der Steganlage erfolgen“, so der EGW-Geschäftsführer weiter. “Schon im laufenden Monat“ könne ihm zufolge aber eine eingeschränkte Nutzung für die ersten Boote beginnen. Bis Ende Oktober. Dann heißt es auch am Markkleeberger See: Winterpause. Bis zum Frühjahr 2010.

Der neue Saisonstart ist für Anfang April vorgesehen. Anfragen nach Liegeplätzen können aber schon jetzt eingereicht werden. Interessenten sind gebeten, ihre Anfragen an die E-Mail-Adresse bewirtschaftung(at)markkleeberger-see.info zu schicken.

Wichtig bei einem Steg aber auch die Frage nach der Sicherheit für die hier liegenden Boote. „Der Zugang zur Steganlage ist durch ein entsprechendes Tor verschlossen“, so Claus Mann dazu. Einen Zugang gebe es nur für berechtigte Nutzer. Das wird manchmal noch verwechselt. Zusätzlich zum Tor habe sich die EGW aber zur Aufgabe gemacht, “durch erhöhte Präsenz für Ordnung und Sicherheit zu sorgen.“

Boot rein, Boot raus – ebenfalls eine Frage, die jeden Bootsbesitzer beschäftigt. Die nötigen Slipvorgänge sollen laut Claus Mann derzeit an der kleinen Slipstelle am Strandbad Markkleeberg-Ost erfolgen können. Auch dabei soll das Jahr 2010 Besserung bringen. Dann wird Mann zufolge “in der Auenhainer Bucht südlich vom Kanupark eine ausgebaute Slipstelle zur Verfügung stehen.“

Seit dem Ende der Umbauarbeiten wird der erweiterte Steg an der Seepromenade auch wieder regelmäßig von der MS Solaria angesteuert. Deren Heimathafen ist der Kanupark an der Südost-Seite des jüngsten Gewässers im Leipziger Neuseenland. Die beide verbindende Schifffahrtslinie wird noch bis zum Oktober bedient.

Noch in diesem Monat allerdings stehen zwei andere Jahreshöhepunkte auf dem Veranstaltungsplan des Markkleeberger Sees. Einer ist der 10. Südraum-Marathon am 12. September. Der zweite ist das Fischerfest, das am darauf folgenden Wochenende gefeiert werden soll. Dabei unter anderem wieder geplant: Schauangeln, Kinderangeln und jede Menge Fisch.

Mittwoch, 2. September 2009

Kanuverleih am Rennbahnsteg: Gespräch mit Oliver Schulze

Ein mobiles Bootshaus für Leipzig - das klingt nach einer interessanten Sache. Keine Zauberei ist es allerdings, die dahinter steckt, sondern ein Mann mit einer guten Idee. Oliver Schulze heißt er und ist seit letztem Sommer mit seinem mobilen Bootsverleih auch am neuen Steg an der Leipziger Pferderennbahn zu finden.


Der Mann vom Bootsverleih am Rennbahnsteg: Oliver Schulze.
Foto: Bernd Reiher


Wir trafen ihn am 2. September an seinem Hauptquartier im Leipziger Clara-Zetkin-Park. Es ging natürlich um Boote, aber auch um die Entstehungsgeschichte seiner Firma und die Frage, warum nach seiner Ansicht aus dieser Idee auch Realität werden musste.


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Montag, 24. August 2009

Von dörflichen Winzern und amtlichen Schildbürgern: Michael Weichert und der Störmthaler Wein

Es ähnelt ein wenig dem Treiben rund um ein gallisches Dorf, was seit einigen Monaten im kleinen Neuseen-Dörfchen Störmthal vor sich geht. Dort haben Einwohner ein paar Rebstöcke an die Ufer ihres wachsenden Tagebausees gepflanzt. Wem das aber gar nicht gefällt, das ist das Umwelt-Ministerium in der fernen Regierungsstadt Dresden. Hier wurde prompt ein Verbot erlassen und mit Rodung gedroht. Die Störmthaler ließen sich wenig beeindrucken und nahmen sich einen Rechtsanwalt.


Posse mit Ministerial-Anschluss: Die Rebstöcke am Störmthaler
See sollengerodet werden. Der Beschluss allerdings ist nichtig.
Fotos: Bernd Reiher


Mittendrin in diesem Possenspiel versucht jetzt der Landtagsabgeordnete Michael Weichert, die Beteiligten wieder an einen Tisch zu bringen. Wovon er dabei nur mäßig begeistert ist, ist das Vorgehen des zuständigen Landwirtschafts-Ministers Frank Kupfer von der CDU. Am 18. August hat Weichert am See symbolisch die Immunität von 20 Parlamentariern auf die Rebstöcke übertragen. Einige Tage später trafen wir ihn zum Interview.


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Neustart nicht mehr ausgeschlossen: Am Elsterstausee sollen Ingenieure jetzt Gut achten

(Archiv_24_08_br) Für die Rettung des Elsterstausees ist eine weitere Hürde genommen. Nach dem Stadtratsbeschluss vom Juni soll jetzt ein Ingenieurbüro beauftragt worden sein, ein Gutachten über eventuelle Rettungsmöglichkeiten zu erstellen. „Bis Ende September sollen verschiedene Lösungsvarianten untersucht werden“, hieß es dazu von MDR und DPA. Beide beriefen sich auf eine Mitteilung des Stadtsprechers Steffen Jantz vom Freitag.

Der in den 1930er Jahren gebaute Elsterstausee musste seit seiner Halbierung in den 1970er Jahren ohne natürlichen Zufluss auskommen. Vor einigen Jahren begannen unterirdische Wasseradern für unkontrollierten Abfluss zu sorgen. Zusätzlich waren die auch ohne Leck für den Wassernachschub nötigen Pumpen im Oktober 2007 abgestellt worden. Offizieller Grund Grund damals: mangelnde Finanzen.

Montag, 17. August 2009

Plumpe Massenbespaßung zur Beweihräucherung des Wassers: O-Ton-Collage Wasserfest

Das 9. Leipziger Wasserfest ist Geschichte. Die Bilanz ist zumindest an den innerstädtischen Spielstätten eher ernüchternd. Rummel, Bratwurst, Klamauk, Reklame, Bier und Nonsens in der Hauptspielstätte Lindenauer Hafen. Reklame, Bratwurst, Rummel und Gladiatorenpaddelnzwischen Ruderkähnen am Bootshaus Klingerweg. AOK-Werbung und Alibi-Klassik mit dürftiger Besetzung als Soundtrack für Wirtinnen-Monologe im Clara-Zetkin-Park. Polizei-Präsentation, Hüpfburg und Fitness-Promotion im Plagwitzer Stadtteilpark.


Billiger Klamauk mit fragwürdiger Ausstrahlungskraft: Das
Leipziger Wasserfest. Fotos: Bernd Reiher.


„Wir machen 'ne Welle“ war auch in diesem Jahr das Motto des bunten Spektakels. Groß war sie, keine Frage. Sie hat aber auch viel Müll an die neuen und alten Ufer der noch jungen Wasserstadt gespült. Ob das wirklich imagefördernd ist, bleibt fraglich.


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